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  • Terminy:
    2016-04-16 13:36
    2017-11-11 19:00
    2017-11-12 18:00
  • Miejsce: Ort: Großer Saal der Oper
Ceny biletów: Preise der Eintrittskarten:50–60 zł PREMIERE; 30–50 zł

Opis

Das Ballett Hexenhatz beruht auf der wahren Geschichte der Anna Göldi, einer Dienstmagd, die 1782 in der Schweiz hingerichtet wurde, nachdem man sie brutal gefoltert und des Mordes und der Hexerei bezichtigt hatte. Verschiedene Werke barocker Komponisten bilden den musikalischen Rahmen des Balletts, Choreographie und Text beleuchten vielschichtig die Frage nach Schuld und Unschuld sowie das Freilegen verschütteter Erinnerungen.
Annamiggeli Tschudi starb 1810, vermutlich im polnischen Teil der Ukraine, fernab ihres Schweizer Heimatortes Glarus. Mit Annamiggeli Tschudi verband sich eine außergewöhnliche  Geschichte: Als sie acht Jahre alt war, soll sie in ihrem Elternhaus von der dort beschäftigten Magd Anna Göldi verhext worden sein. Man hatte eines Tages in einem Glas Milch, das für das Kind bestimmt war, Stecknadeln und Nägel gefunden und daraus geschlossen, Göldi müsse diese in böser Absicht dort hineingetan haben. Zwar wurde die Magd sofort entlassen, doch begann Annamiggeli kurze Zeit später, Nadeln zu erbrechen und zu hinken.
Dies müsse, so war man überzeugt, das Werk der Göldi sein, die das Mädchen verhext habe, um sich zu rächen. Man ließ Göldi suchen, brachte sie zurück nach Glarus und zwang sie, Annamiggeli zu „heilen“. Als sich der Zustand des Mädchens tatsächlich verbesserte, sah man die Schuld der Göldi erst recht bestätigt. Sie wurde gefoltert und hingerichtet.
Wer ist unschuldig und wer sind die Schuldigen in dieser schrecklichen Geschichte? Wer hat sich gegen wen versündigt? Steht es den „Lebenden” an, über die Toten zu richten?